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Murnauer Intelligenztest: Führerscheinprüfung mit digitalem Spickzettel – Wenn die Technik zum Verhängnis wird
Ein cleverer Kopf aus Murnau versuchte, die theoretische Führerscheinprüfung mittels modernster Schummeltechnik zu bestehen. Dummerweise waren die Prüfer nicht von gestern und das digitale Hilfsmittel wurde zum Stolperstein auf dem Weg zum Traum von der Mobilität.
Ach, Murnau. Die Perle am Staffelsee, bekannt für malerische Landschaft und… nun ja, neuerdings auch für avantgardistische Bildungsansätze. Während wir uns hier über E-Autos und Gendertoiletten streiten, hat dort ein Zeitgeist-Pionier versucht, das deutsche Prüfungswesen ins 21. Jahrhundert zu beamen. Nicht mit Reformen oder qualifizierten Lehrkräften, nein! Sondern mit dem guten alten Spickzettel – nur eben in digitaler, hochtechnisierter Form. Man stelle sich vor: Jahrelang pauken Generationen von Fahrschülern die Tücken der Vorfahrtsregeln, Abstände zur Straßenbahn und die korrekte Bedienung des Blinkerhebels. Dann kommt da einer und sagt sich: „Pffft, Amateurkram! Ich lade mir das Wissen einfach direkt ins Ohr!“ Vermutlich hatte unser Prüfungs-Innovator die Vision vom autonomen Fahren so verinnerlicht, dass er dachte, sein Hirn dürfe ebenfalls autonom agieren, während ein kleines Helferlein die Denkarbeit übernimmt. Die Details der Wundertechnik bleiben mysteriös, aber man kann sich gut vorstellen, wie der Proband mit einem zuckenden, Morsezeichen gebenden Gerät unter der Achselhöhle saß oder ein kaum sichtbares Bluetooth-Headset hinterm Ohrläppchen versteckt hatte, das ihm die Antworten ins Gehirn flüsterte. Vielleicht eine KI, die voraussagte, welche Fragen kommen würden, basierend auf seinen Social-Media-Likes? Man weiß es nicht. Was wir wissen: Die Prüfer, die vermutlich schon seit den Zeiten von Kaiser Wilhelm II. Führerscheinprüfungen abnehmen, hatten den Braten gerochen. Oder vielleicht war es der leicht panische Blick des Prüflings, der bei der Frage nach dem richtigen Anhalteweg bei Glatteis plötzlich eine halbe Minute mit sich selbst im Zwiegespräch war, bevor er „Hinterradantrieb, aber nur bei Vollmond!“ murmelte. Das Ergebnis: Prüfung ungültig, Anzeige wegen versuchten Betrugs. Und wieder einmal zeigt sich: Die Technik mag uns den Mars erobern lassen, aber am Ende scheitern wir doch an der schnöden Straßenverkehrsordnung, wenn wir versuchen, den schnellen Weg zu nehmen. Vielleicht hätte er einfach die App „Führerschein-Trainer“ nutzen sollen, anstatt das komplette Darknet zu bemühen. Aber gut, das wäre ja auch kein Stoff für eine Anekdote am Stammtisch. Wer weiß, vielleicht bekommt er ja beim nächsten Mal seinen Pilotenschein... mit einer Drohne als Spickzettel. Das wäre dann wirklich fortschrittlich.
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